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Ich führe mein frisch gekauftes Pferd auf den Reitplatz, und ganz ehrlich?
Meine Hände sind schwitzig wie vor einem ersten Date.
Er schnuppert am Hufschlag, ich summe irgendein TikTok-Songfragment vor mich hin, als würde das universelle Pferdegötter besänftigen.
Wir sind beide noch lost — zwei Seelen, die versuchen, sich aufeinander einzupendeln.
Willkommen im ersten Jahr als Pferdemama.
Das Jahr, das alles entscheidet: Vertrauen, Training, Beziehung.
Das Jahr, in dem man oft nachts im Bett liegt und denkt:
„Schaffe ich das? Bin ich gut genug? Versteht er mich? Vertraut er mir?“
Und gleichzeitig flüstert irgendwas in dir:
„Ja. Du wächst da rein.“
Hier ist mein persönlicher, ehrlicher Guide für Pferdetraining Anfänger, für alle, die genauso nervös wie verliebt in diese Reise starten.
Die Eingewöhnungsphase – Beziehung vor Leistung
Die ersten Wochen fühlen sich an wie ein Umzug, ein neuer Job und ein Nervenzusammenbruch gleichzeitig — nur fürs Pferd.
Und für uns irgendwie auch.
Ich habe gelernt:
Routine ist der Schlüssel.
Pferde leben für Rhythmus.
Ich komme möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit, bringe Ruhe rein.
Ich komme nicht rein mit „Let’s go Training!!“
Ich komme rein mit
„Hey, ich bin da. Lass uns ankommen.“
Das heißt:
- viel Putzen
- viel Kraulen
- viel „Wir gehen einfach mal spazieren“
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Wenn du schon beim Putzen das Gefühl hast, dein Pferd atmet aus, statt sich hochzuziehen — dann macht ihr’s richtig.
Bodenarbeit – da beginnt eure Sprache
Ich schwöre, Bodenarbeit ist underrated.
Viele sehen’s als „Nebenbei“, aber in Wahrheit ist es das Fundament für alles.
Ich habe gemerkt:
Wenn er mir am Boden vertraut, vertraut er mir später im Sattel doppelt.
Dinge, die wir direkt üben:
- Führtraining (Stehen, Rückwärts, Abstand)
- Spaziergänge im neuen Gelände
- über Stangen gehen
- an Planen schnuppern
- an Traktoren vorbeilaufen wie zwei Überlebenskünstler
Und ganz ehrlich:
Manchmal mache ich einfach… gar nichts.
Ich stehe bei ihm, halte ein Seil, und wir atmen zusammen.
Das ist bonding pur.

Trainingsplan – aber realistisch, nicht toxisch-perfekt
Ich dachte früher, ich müsste sofort perfekt reiten.
Spoiler: muss ich nicht.
Und du auch nicht.
Ich habe mir im ersten Jahr drei simple Regeln gesetzt:
1. Training mit Profi
Ein Trainer, der weiß, wie man Anfänger-Pferd-Paare führt.
Dafür nehme ich gerne Unterricht — nicht nur fürs Pferd, sondern v. a. für mich.
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2. Bodenarbeit bleibt Standard
Mindestens 2–3x pro Woche — weil Kommunikation > Leistung.
3. Mini-Ziele, keine Monsterziele
Beispiele:
- „In 6 Monaten entspannt im Gelände Schritt gehen“
- „In einem Jahr eine saubere A-Basisrunde reiten“
- „Ohne Stress über kleine Stangen traben“
Und wenn’s mal nicht klappt?
Dann lachen wir, atmen durch, und versuchen’s morgen.

Vertrauen – die echte Magie passiert im Kleinen
Vertrauen ist kein großer dramatischer Moment.
Es sind die unscheinbaren:
- wie er den Kopf senkt, wenn du kommst
- wenn er stillsteht, während du den Gurt schließt
- wenn er dir im Gelände einmal glaubt, obwohl er Angst hatte
Vertrauen ist, wenn ein Pferd denkt:
„Ich weiß nicht, was da vorne ist, aber ich weiß, dass DU’s rausfindest.“
Ich achte im Alltag darauf:
- konsequent zu sein
- nie aus Emotionen zu handeln
- immer fair zu bleiben
- Lob schnell zu geben
- Druck sofort nachzulassen
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Du wirst sehen:
Wenn ein Pferd dich liebt, dann nicht wegen deiner Fähigkeiten.
Sondern wegen deiner Präsenz.
Sicherheit – dein Körper, dein Pferd, eure Zukunft
Ich rede selten darüber, aber ich hatte Angst.
Ja, ich.
Vor Fehlern, vor Unfällen, vor dem Moment, in dem ich die Kontrolle verliere.
Aber ich hab’s gelernt:
Safety first ist kein Meme.
Das ist:
- Helm
- Handschuhe
- Abstand
- Panikknoten am Anbinder
- nicht unter dem Hals herlaufen
- Umfeld scannen wie Google Maps
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Du kannst kein Vertrauen aufbauen, wenn du dich selbst nicht sicher fühlst.
Also mach’s dir leicht: sichere Ausrüstung, Trainer, klare Grenzen.
Wenn Probleme kommen – keine Panik, du wächst daran
Das erste Jahr ist nicht linear.
Es wird Tage geben, da denkst du:
„Warum bockt er heute?“
„Habe ich was falsch gemacht?“
„Bin ich vielleicht nicht gut genug?“
Aber Probleme sind kein Zeichen dafür, dass du schlecht bist.
Sie sind fast immer:
- Verwirrung
- Kommunikationsproblem
- Schmerz
- Überforderung
- oder… Pferd hat einfach ’nen Montag
Lösungen:
- Check Sattel
- Trainer holen
- Tierarzt checken
- Stress rausnehmen
- Erwartungen runterschrauben
- Grundlagen wiederholen
Ihr wachst an genau diesen Momenten.
Ihr formt euer „Wir“.
Und irgendwann merkst du:
„Okay… wir schaffen das.“

Mein Fazit – Das erste Jahr ist wilder, schöner, ehrlicher als jede Pferdebuch-Empfehlung
Das erste Jahr ist:
💛 chaotisch
💛 magisch
💛 überfordernd
💛 heilsam
💛 emotional
💛 und unfassbar wichtig
Ihr werdet Höhen haben, die dich schweben lassen.
Und Tiefen, in denen du dich fragst, ob du’s hinkriegst.
Aber genau da, in dieser Mischung, entsteht eure Beziehung.
Irgendwann steht er da, sieht dich an, stupst dich an, als würde er sagen:
„Du bist meine Person.“
Und dann weißt du:
Alles — jede Unsicherheit, jedes Stolpern, jede Lernkurve —
hat euch genau hierher gebracht.
Und du wirst es fühlen.
Dieses kleine, leise „Wir haben unser eigenes Märchen angefangen.“

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