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Ich liege auf meinem Bett, starre an die Decke. Neben mir ein kleines rosa Sparschwein*, mit Edding beschriftet: „Pferd 2026“. Ich schüttle es. Es klappert. Aber in meinem Kopf klappert es noch lauter: Kann ich das wirklich schaffen? Bin ich bereit für diesen Weg?
Willkommen zu „Mein Weg zum eigenen Pferd“ — meiner ganz persönlichen Story. Teil 1 ist der Anfang. Der Moment, in dem aus einem Kindheitstraum ein ernst gemeinter Plan wurde. Und ja, hier wird’s ehrlich, verletzlich und trotzdem irgendwie stark. Vielleicht erkennst du dich wieder.
🌟 Der Ursprung eines Traums
Seit ich klein war, war ich das typische Pferdemädchen.
Poster über dem Bett, Schulpferde im Herzen, ein Reithelm der mir fast zu groß war.
Jedes Jahr zu Weihnachten stand „ein Pony, bitte“ auf meinem Wunschzettel.
Bekommen habe ich ein Breyer-Modellpferd*.
Reitstunden, Stallgassen, das Gefühl von Freiheit zwischen zwei Ohren — das war meine Welt.
Bis das Leben dazwischenkam: Schule, Ausbildung, Umzüge, Realität. Der Traum schlummerte, aber er starb nie.
Dann kam 2020.
Lockdowns.
Stille.
Und in der Stille hörte ich wieder dieses Flüstern: „Du willst doch eigentlich zurück zu den Pferden.“
2021 stand ich plötzlich wieder auf einem Reiterhof.
Der Duft von Heu, das warme Schnauben, dieses Zuhausegefühl.
Ich wusste: Es ist Zeit.

🙇♀️ Zweifel — mein ständiger Mitbewohner
Kaum war die Entscheidung getroffen, krabbelten die Zweifel aus ihren Löchern.
„Ein Pferd kostet so viel — schaffst du das?“
„Und wenn du versagst?“
„Was, wenn du nach Jahren Pause nicht mehr gut genug bist?“
Ich hatte Momente, da schämte ich mich fast dafür, mit Mitte 20 so einen „Mädchentraum“ zu verfolgen.
Andere machen Karriere in Berlin, gründen Startups, reisen nach Bali.
Und ich?
Ich google „Paddockmatten kaufen“ und „beste Hufkratzer*“.
Die Wahrheit: Ich bin keine Anfängerin.
Ich saß mit fünf das erste Mal im Sattel.
Ich habe Problem- und Schulponys geritten, die andere nicht anfassen wollten.
Ich habe gelernt, wie man bleibt, wenn ein Pferd testet.
Aber trotzdem machte mir der Gedanke Angst, alleine für ein Pferd verantwortlich zu sein.
In Reitschulen begegnete ich so vielen Pferden, die nicht „schwierig waren“ — sondern schlicht falsch gehalten.
Und ich schwor mir:
Wenn ich mein eigenes Pferd kaufe, dann eines, das schon gesetzt, sicher und liebevoll ausgebildet ist.
Ein Verlasspferd.
Kein junges Projekt.
🗓️ Die Entscheidung – vom Träumen ins Tun
Der Wendepunkt kam 2024.
Ich besuchte eine Freundin, die sich mit 30 ihren ersten Wallach gekauft hatte.
Wir tranken Wein aus Plastikbechern am Stalltor, und sie sagte:
„Es gibt nie den perfekten Moment. Du wächst da rein.“
Dieser Satz hat mich getroffen wie ein Tritt ins Herz, aber im positiven Sinne.
Zu Hause schrieb ich die ersten Seiten in ein Notizbuch*:
„Projekt Pferd 2026 – Mein Weg zum eigenen Pferd.“
Ich erstellte:
- einen Finanzplan (Excel = mein neuer Reitlehrer)
- eine Sparliste
- ein separates Bankkonto
- eine Wunschliste für später (Putzbox*, Halfter*, Pflegespray*, Stalloutfit*)
Und während ich recherchierte, merkte ich:
Je mehr ich tat, desto leiser wurden die Zweifel.

🐾 Der erste reale Schritt – klein, aber lebensverändernd
Mein erster Schritt war kein großes „Ta-daa“.
Sondern:
Ich eröffnete ein Bankkonto.
„Pferdekonto 2026.“
Dauerauftrag. Jeden Monat Summe X.
Ein Vertrag mit mir selbst.
Dann suchte ich eine Reitbeteiligung.
Ich wollte wieder Stallalltag spüren.
Nicht nur Theorie, sondern Mistgabel, Hufe auskratzen, Fell, Matsch, Realität.
Ich fand Sam — einen älteren Mix-Wallach.
Typ: gemütlicher Onkel, innerlich Buddha, äußerlich Staubkugel.
Durch ihn lernte ich wieder:
- Vertrauen
- Verantwortlichkeit
- Alltag im Stall
- Fütterungspläne
- wie man auch im Halbschlaf um 7 Uhr Hufe auskratzt
- wie viel ein gutes Putzset* wirklich wert ist
In mein Tagebuch schrieb ich eines Tages:
„Heute habe ICH Sam beruhigt. Nicht er mich.“
Ein Hund sprang bellend ans Paddock — mein altes Trauma.
Ich blieb ruhig.
Sam folgte mir.
Kein Drama.
Nur Vertrauen.
Ich wusste: Ich bin bereit.
💡 WTF-Moment: Zweifel sind Verbündete
Der heftigste Plot-Twist?
Ich erkannte:
Meine Zweifel wollten mich nicht stoppen — sie wollten mich vorbereiten.
Sie zwangen mich:
- zu sparen
- zu planen
- zu wachsen
- stabil zu werden
- realistisch zu denken statt romantisch zu träumen
- mir ein Verlasspferd statt ein „Rohdiamant-Drama“ zu wünschen
Und ich bin ihnen dankbar.

💓 Mit Herzklopfen ins Abenteuer
Als ich irgendwann die Hälfte meines Sparziels erreicht hatte (10.000 € Ziel, 5.000 € auf dem Konto), tanzte ich allein durch mein Wohnzimmer.
Mit einem Putzkoffer im Warenkorb*.
„Für später.“
Aber auch irgendwie für jetzt.
Ich schaute in den Spiegel und sagte leise:
„Ich schaffe das.“
Und vielleicht war es kitschig, aber:
Ich fühlte mich wie eine, die endlich den Mut gefunden hat, für ihren Traum loszugehen.
„Mein Weg zum eigenen Pferd“ begann nicht im Stall.
Sondern in mir.
🎢 Fazit – Teil 1
Träume brauchen Mut.
Mut braucht Vorbereitung.
Und Vorbereitung beginnt oft mit einem kleinen Schritt, lange bevor das Pferd real im Stall steht.
Mein Weg zum eigenen Pferd begann
mit einem Sparschwein*,
einer Entscheidung,
und einem Satz, der mein Leben veränderte:
„Es gibt nie den perfekten Moment. Du wächst da rein.“
Teil 2 folgt — und darin erzähle ich dir, wie man über Jahre dranbleibt, was wirklich schwer war, und wie ich mich selbst nicht verloren, sondern gefunden habe.

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